Dienstag, 29. November 2016

Plötzlich Banshee [REZENSION]

Titel: Plötzlich Banshee:
Autor: Nina McKay
Reihe: /
Verlag: IvI (Piper)
Seiten: 400
Preis: 12,99€

Inhalt:



Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Cover:


Gut, dass ich bei meinen Rezensionen immer mit dem Cover anfange Den so kann die Meckerei noch ein bisschen warten und die Rezi bekommt noch ein wenig verdiente Liebe. Das Cover ist nämlich ein wahrer Hingucker. So viele schöne Details, tolle Farben und der Stil gefällt mir wirklich so. Der Totenkopf macht das ganze spannend und harmoniert gut mit den anderen Elementen. Cover und Titel haben mich deshalb soo neugierig auf das Buch gemacht, dass ich es unbedingt haben musste.

Charaktere:



Hier hört die Lobduselei dann auch schon wieder auf. Ich muss nämlich echt lange nach einem Charakter suchen, bei dem ich sage, JA den mag ich und er ist toll und verhält sich angemessen. Es gibt einfach keinen. Zunächst dachte ich noch Clay sei ganz in Ordnung, aber so wirklich überzeugen konnte er mich auch nicht.
Alana war durchgehend einfach nur eins: Nervig. Man kann es einfach nicht anders sagen. Sowohl ihre Handlungen, als auch ihre gesamte Art haben mich einfach durchgehend aufgeregt. Sie hat für mich eher den Eindruck einer 14 jährigen gemacht und nicht wie den einer Anfang 20 jährigen.. Und da ist es auch keine gute Begründung, dass das daher kommt, weil sie Waise ist und mit Clay im Heim aufgewachsen ist. (die Begründung wird nämlich gegeben, was aus pädagogischer/ erziehungswissenschaftlicher Sicht einfach nur lächerlich ist). Zudem ist sie auch ziemlich naiv und unfähig sich Dinge einzugestehen. Es ist natürlich total normal, wenn man sieht wie viele Stunden eine Person noch zu leben hat, deswegen ist man doch natürlich noch kein mystisches Wesen und generell gibt es so etwas wie Feen nicht. Ich könnte jetzt noch 1238346 Dinge aufzählen, die mich an ihr stören, aber das würde den Rahmen deutlich springen.
Detective Dylan Shane oh Pardon Sockenschuss ( ich habe eine strake Abneigung gegen diesen Begriff entwickelt) ist eigentlich ur eins, absolut umwerfend und heiß. Zumindest ist das einer der einzigen Dinge, die über ihn hängen geblieben sind, denn Alana wiederholt das eigentlich immer wieder. Und das sie ihn nicht mag.. Bei Ihm frage ich mich aber auch, wie ausgerechnet er es in so jungen Jahren bereits zum Detective geschafft hat.
Auch all die anderen ( es gibt sehr sehr viele) Charaktere und magischen Wesen konnten mich nicht wirklich überzeugen. Entweder sie waren einfach zu unsympathisch, total überzeichnet oder man wusste nicht mehr über sie, als wie sie heißen und was für ein Wesen sie sind.

Handlung:


Was soll ich dazu sagen? Zwei Teenager ( und ja ich weiß, dass man eigentlich nur bis 19 als solcher gilt, aber wie gesagt da verhält sich NIEMAND wie Anfang 20 ) die ihr Geld mit Glücksspiel und dem spielen einer privat Detektivin verdienen und plötzlich mitten in einer reihe von Entführungen und Serienmorden stecken und natürlich keine Angst haben, sondern das ganze auf eigene Faust lösen wollen. Dabei überschlagen sich die Ereignisse quasi, aber wirklich überraschend sind die meisten davon nicht.
Die Liebesgeschichte ( wenn man sie denn so nennen will) wirkt einfach nur flach und konstruiert. Sie trieft förmlich schon vor Klischees und wirkt dabei wie eine schlechte Sandkasten Beziehung die auf was sich neckt das liebt sich basiert.
Die Grundidee hat so viele Möglichkeiten geboten, die aber zum größten Teil alle ungenutzt geblieben sind. Es wurde einfach nicht wirklich spannend, da die Handlung immer Voraussehbarer wurde und der Schreibstil, auf den ich noch genauer eingehen werde, hat sein übriges getan. Die Handlung wirkt beinahe lieblos und wie einfach dahin geklatscht, es gibt finde ich richtige Handlungslöcher und ich habe mich nicht selten gefragt: Warum?

Schreibstil:


Ich weiß, dass ich von einem Jugendroman nicht das selbe erwarten kann, wie von Literatur für Erwachsene oder gar den Werken, die ich für die Uni lesen muss, aber ich habe in meinem leben schon so viele gute Jugenromane gelesen, die zu Teil auch richtig anspruchsvoll geschrieben gewesen sind, dass sich bei mir schon ein mindest Standard gebildet hat. Dieser Standard wird von diesem Buch garantiert nicht erfüllt. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach unterirdisch. Man mag ihn als flockig, leicht, jugendlich beschreiben, aber er ist einfach nur umgangssprachlich und plump. Das ist auch keine Kunst, oder Pop ( Pop ist was ganz ganz anderes) sondern einfach nur das, was ich von den FanFictions gewohnt bin, die ich früher über One Direction gelesen habe, die die von kleinen Mädchen geschrieben wurden, die weder Ahnung von Syntax, noch Wortschatz oder generell der deutschen Sprache gehabt haben. Es hat mich stellenweise wirklich geschüttelt.


Fazit:



Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut, besonders weil die meisten Stimmen so so positiv ausgefallen sind und ich die Autorin durch Instagram auch wirklich sympathisch finde. Leider hat mich das Buch dann auf ganzer Linie enttäuscht. Die einzigen positiven Aspekte sind wirklich das Cover und die generelle Grundidee. Empfehlen kann ich das Buch wirklich nur denen, die sich auf eine alberne niveaulose Geschichte einlassen können. Vielleicht werde ich aber auch langsam echt zu alt für dieses Genre.  

Bewertung:



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